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Nach dem erfolgreichen ersten Tanzprojekt „EDEN“ unter der künstlerischen Leitung von Katja Gluding aus der Konzeption „Menschen und Wir!“,  gestreamt aus dem E- Werk am 30. Januar 2021 über #infreiburgzuhause, gehen wir 2021/2022 mit dem zeitgenössischen Tanzprojekt „disDANCING” (Arbeitstitel) in die zweite Phase der Konzeption.

Unter der künstlerischen Leitung von Belinda Winkelmann und der Projektleitung von Katja Gluding, sowie mit den Tänzer*innen Elena Wilczek, Ewelina Kotwa, Lisa Wethkamp und Raul Martinez hat die künstlerische Forschung in einer zweiwöchigen ersten Probephase am 18.Oktober 2021 begonnen. Mit einer vierwöchigen Forschungsresidenz im Südufer am 15. November 2021 geht disDANCING in die zweite Probephase.

Im interdisziplinären Dialog zwischen der Choreographin Belinda Winkelmann und dem Filmemacher Marc Doradzillo entsteht ein Tanzfilm, welcher im Januar in der Maria Magdalena Kirche gedreht wird.

Während der Filmpremiere am 27. Februar 2022 im Saal des E-Werks Freiburg werden Live-Installationen der Tänzer*innen zu sehen sein.

Die künstlerische Forschungsidee nimmt auch dieses Mal Bezug zum Konzeptthema „Menschen und Wir!“ im Dialog zwischen professionellen Kunstschaffenden und Menschen aus den Caritaswerkstätten (Caritasverband Freiburg Stadt e.V.) mit Affinität zum tanzschaffenden Arbeiten.  Das zeitgenössische Tanzprojekt «disDANCING» von com. dance e.V. sucht in der Zeit von «social distancing» nach Berührungspunkten zwischen Tänzer*innen und Zuschauer*innen. Im Zeitraum von 7 Wochen entsteht unter choreografischer Leitung von Belinda Winkelmann, sowie vier Tänzer*innen im interdisziplinären Dialog mit dem Filmemacher Marc Doradzillo ein Tanzfilm, der berühren will. Forschungen aus der Neurowissenschaft zeigen, wie essenziell physische Berührungen für das physische und psychische Wohlbefinden des Menschen sind. Doch wie kann Mensch auf andere ART und WEISE berührt werden, wenn die äußeren Bedingungen es physisch nicht zulassen? Unsere Erfahrungen als Tanzschaffende zeigen, dass Berührung zwischen Tänzer*innen und Zuschauer*innen während einer Tanzperformance auf vielfältigen Ebenen stattfindet, dass diese Art von Berührung für beide Seiten sehr bereichernd und verbindend wirkt. “Das hat mich berührt“ ist ein Satz, den wir sehr häufig nach unseren zeitgenössischen Tanzstücken zu hören bekommen. Doch was genau ist es, was da berührt und berührt wird? Was Resonanz schafft und was resoniert? Authentizität, Ehrlichkeit, Präsenz, Begeisterung, (Bewegungs-)Freude, Leichtigkeit, Dynamik, Humor, Verletzlichkeit & Kraft – etwas was der Zuschauende mit sich in Verbindung bringt? Mit dieser Fragestellung möchten wir uns im Rahmen des Projekts «disDANCING» in der Zeit physischer Unberührbarkeit auseinandersetzten.

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