Es brennen Öllampe und Räucherstäbchen – „Es riecht komisch!“, seltsame Buchstaben stehen an der Tafel – „Das soll mein Name sein?“ und ein Mann schminkt sich mit grüner Farbe. Beim Kennenlernen der indischen Kultur gibt es viel Neues zu entdecken – vieles, was einem fremd und anders vorkommt und so im Alltag noch nicht begegnet ist.

„Was wisst Ihr über Indien?“ In der Vorbereitung sammeln die Schüler erst einmal selbst Informationen und schreiben gemeinsam mit den KlassenlehrerInnen Fragen auf. Der Projekttag startet dann mit zwei bis drei Unterrichtsstunden, in denen den Schülern aus einem über Jahre gewachsenen „Erlebnisschatz“ und mit zahlreichen Requisiten, möglichst Authentisch ein paar Aspekte indischer Alltagskultur vermittelt werden. Die zahlreichen, z. T. sehr humorvoll vorgetragenen Demonstrationen zum Mitmachen, stecken voller überraschender Momente und berühren die unterschiedlichsten Themenbereiche. Der aus dem südindischen Kerala stammende Thullal-Tanz und seine humorvolle Art, Geschichten aus den Epen zu präsentieren, ist ein weiterer Schwerpunkt. In der Klasse findet dann das Schminken und Kostüm Anziehen statt – und die Geschichte von „Bhima trifft Hanuman“ und „Antaka Vadham – Eine Welt ohne Tod“ wird abschließend, meist vor der ganzen Schule, aufgeführt.

Für manche bleibt dieser Tag nicht ohne Folgen: Fremd und anders macht jetzt neugierig. Neugierig auf Menschen die anders aussehen und die ihr Leben anders Leben, neugierig auf die Geschichten von Mitschülern und Nachbarn.

Das Projekt wird momentan (Mai 2015) durchgeführt und es besteht für maximal drei weitere Schulen noch die Chance mitzumachen. Das können gerne Schule aus Freiburg sein.