Selten werden Musiker so neugierig und aus der Nähe betrachtet wie beim Projekt „TamTam – Kinder erleben Orchester“. Da dürfen sich die Kinder nämlich aussuchen, neben welchem Instrument sie gern sitzen möchten, und sind in der Orchesterprobe ganz nah dran an den Klangerzeugern. Wer Kindern der dritten und vierten Grundschulklasse Musik vermitteln will, kann sie nicht im Parkett sitzen lassen: Das ist eine Maxime dieses Angebots, das schon vor der Orchesterprobe hinter den Kulissen beginnt.

Die Kinder lernen nicht nur das Konzerthaus kennen, sie werden auch ins Tonstudio und ins Instrumentenlager geführt. Sie lassen sich von Orchestermusikern etwas über deren Arbeit erzählen, ehe sie dann selbst mitten drin sitzen in der Sinfonik. Und ihre Eindrücke in Bild und Wort festhalten können: Auch Schreibunterlage und Stifte gehören zur Ausstattung von „TamTam“. Grundschullehrer, die ihre Klassen anmelden, sollten sie schon vorher mit dem Thema vertraut machen, Höraufgaben gestalten und in die Welt der Orchesterinstrumente einführen – auch, damit jedes Kind vorher entscheiden kann, neben welchem Instrument es gern sitzen möchte. Eine Wunschliste erleichtert die Koordination bei der Probe. Jeweils eine Klasse kann ein Probe besuchen – in der Regel zwischen 10 und 12 Uhr vormittags. Dieses Konzept hat sich bewährt: Das Projekt „TamTam“, 2006 als Erweiterung von „Musik macht Schule“ in der Region Freiburg eingeführt, ist seither immer ausgebucht; die Termine für dieses Schuljahr mussten sogar im Losverfahren vergeben werden.