Das zum fünften Mal aufgelegte Programm »Teaching Artists – Residence in School« ermöglicht einem Künstler*innen-Duo, ein Schuljahr lang fester Bestandteil der Lessing-Realschule zu sein. Es arbeitet dort, bewegt, performt, ist kreativ tätig und tritt mit Lehrpersonen und Schüler*innen in Kontakt, gestaltet gemeinsame Projekte und bindet ggf. weitere, externe Kunst- und Kulturschaffende ein. Im Mittelpunkt stehen die Schüler*innen, die ihre Schule als einen Ort erleben sollen, der sie über die Kunst mit Neuem, Ungewohntem, Irritierendem konfrontiert und gewohnte Bahnen infrage stellt oder sie gar verlässt, um ästhetische Erfahrungen und Erkenntnisse zu ermöglichen.
Öffentlich ausgeschrieben und von einer Fachjury bewertet, wurden die Tänzerin und Kunstpädagogin Miriam Seifert und die Tänzerin und Videokünstlerin Stephanie Scheubeck ausgewählt. Miriam Seifert ist Tänzerin und Kunstpädagogin, studierte an der Friedrich-Alexander-University Erlangen-Nürnberg Kunst auf Lehramt und lies sich am TIP Freiburg und Anfibia Bologna als Tänzerin ausbilden. Zuletzt war sie zusammen mit Nora Wyss in »Las Maquinas« zu sehen. Stephanie Scheubeck ist Tänzerin, Choreografin und Videokünstlerin, absolvierte u.a. den Master of Arts an Dance an der Bath Spa Universitiy (GB) und realisierte für das Atze Musiktheater Berlin spezifische Kunst- & Theaterprojekte mit Kindern. Im Rahmen ihres multimedialen Kunst- und Forschungsprojekt »Sound & Colour Production« wird sie im Herbst in »In meiner Haut« zu sehen sein.
Hier berichten die »Teaching Artists« demnächst regelmäßig von ihrer Residence:
11. Dezember 2025
Das Pferd leuchtet von innen! Expressionismus in der fünften Klasse, Gemeinschaftlichkeit und Unterschiedlichkeit als Herausforderungen und interessante Spannungsfelder, als Boden für unser geplantes kreatives Schaffen ab Januar 2026.
Bis jetzt waren wir im Unterricht beobachtend dabei und sind mit den Schüler*innen wie Lehrkräften in Kontakt gekommen und schmieden Ideen, wie und wo wir mit einzelnen Projekten starten. Wir haben erste praktische Einheiten mit einzelnen Klassen gemacht, so z. B. angewandte Anatomie in der achten Jahrgangsstufe, wo wir mit den Schüler*innen das Herz körperlich und künstlerisch erfahrbar gemacht haben.
Wir sehen viel Potential vom Unterrichtsalltag aus Brücken in die Kunst und erfahrbares Wissen zu schlagen und fühlen uns vom Kollegium sehr gut unterstützt sowie von den Schüler*innen neugierig und offen “beschnuppert”.

