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Das zum fünften Mal aufgelegte Programm »Teaching Artists – Residence in School« ermöglicht einem Künstler*innen-Duo, ein Schuljahr lang fester Bestandteil der Lessing-Realschule zu sein. Es arbeitet dort, bewegt, performt, ist kreativ tätig und tritt mit Lehrpersonen und Schüler*innen in Kontakt, gestaltet gemeinsame Projekte und bindet ggf. weitere, externe Kunst- und Kulturschaffende ein. Im Mittelpunkt stehen die Schüler*innen, die ihre Schule als einen Ort erleben sollen, der sie über die Kunst mit Neuem, Ungewohntem, Irritierendem konfrontiert und gewohnte Bahnen infrage stellt oder sie gar verlässt, um ästhetische Erfahrungen und Erkenntnisse zu ermöglichen.

Öffentlich ausgeschrieben und von einer Fachjury bewertet, wurden die Tänzerin und Kunstpädagogin Miriam Seifert und die Tänzerin und Videokünstlerin Stephanie Scheubeck ausgewählt. Miriam Seifert ist Tänzerin und Kunstpädagogin, studierte an der Friedrich-Alexander-University Erlangen-Nürnberg Kunst auf Lehramt und lies sich am TIP Freiburg und Anfibia Bologna als Tänzerin ausbilden. Zuletzt war sie zusammen mit Nora Wyss in »Las Maquinas« zu sehen. Stephanie Scheubeck ist Tänzerin, Choreografin und Videokünstlerin, absolvierte u.a. den Master of Arts an Dance an der Bath Spa Universitiy (GB) und realisierte für das Atze Musiktheater Berlin spezifische Kunst- & Theaterprojekte mit Kindern. Im Rahmen ihres multimedialen Kunst- und Forschungsprojekt »Sound & Colour Production« wird sie im Herbst in »In meiner Haut« zu sehen sein.

Hier berichten die »Teaching Artists« demnächst regelmäßig von ihrer Residence:

 

26. März 2026

Kreatives Aufbranden – in der „Inselwoche“ wurde die Schule zur Werkstatt: Die Klasse 5a tauchte mit uns ein in ein Experimentierfeld voller Bewegung, Bilder und Geschichten – jede Gruppe fand ihren eigenen Takt:

  • Auf dem Sportplatz: Fußball als Ausdruck
    Auf dem Kickplatz konnten sich die Schüler*innen austoben. Fußball wurde mehr als ein Spiel: Tricks und individuelle Skills wurden geübt und schließlich fotografisch inszeniert.
  • Bühne: Figuren formen, Szenen finden
    Die Theatergruppe begann bei den Grundlagen der Bühnenarbeit und entwickelte mit Moodboards und Storyboards erste Figuren und kleine Szenen. Ein besonderes Experiment galt den Sinnen: Beim „Blind Walk“ tasteten, rochen, schmeckten und lauschten die Schüler*innen – diese bewussten Wahrnehmungen wurden Ausgangspunkt für eigene Geschichten.
  • Tanz: Bewegung als Sprache
    Die Tanzgruppe entwickelte erste Choreografien – eigenständig, spielerisch, mit Mut zum Ausprobieren. Bewegung, Ausdruck und Rhythmus wurden zu Mitteln, sich ohne Worte mitzuteilen.
  • Medien: Kleine Filme, große Ideen
    Im Medienbereich entstanden erste Stop‑Motion‑Filme, die kreative Ideen visuell umsetzten.

Die Inselwoche schuf Raum für Kreativität, Ausprobieren und Gemeinsames. In den kommenden Wochen wachsen die Ideen weiter und werden am Schulfest gezeigt.

 

4. Februar 2026

Nachdem wir in einer ersten Phase die Schüler*innen, die Schule und ihre Gegebenheiten kennengelernt hatten, begann für uns im Januar die zweite Phase unserer Arbeit. In dieser lernten wir die Schüler*innen in ersten künstlerische Kleinprojekten und Forschungslaboren kennen. Aktuell arbeiten wir mit der Klasse 5a, geplant ist außerdem die Zusammenarbeit mit der 7b und 7c. Im Rahmen des Unterrichts arbeiten wir sowohl in der Großgruppe als auch in Kleingruppen. Wir fließen durch Bewegungsspiele, Tanz, Körperwahrnehmungsübungen, hören Musik und nehmen unsere eigenen Gefühle bewusst wahr. Diese vielfältigen Reize setzen die Schüler*innen in Malerei, Tanz und Bewegung um – sie erweitern ihre Kreativität, emotionale Ausdrucksfähigkeit und Selbstkompetenz.

Welche weiteren künstlerischen Formen und Projekte sich entwickeln, bleibt bewusst offen – denn sie entstehen aus den Wünschen und Bedürfnissen der Schüler*innen heraus.

 

11. Dezember 2025

Das Pferd leuchtet von innen! Expressionismus in der fünften Klasse, Gemeinschaftlichkeit und Unterschiedlichkeit als Herausforderungen und interessante Spannungsfelder, als Boden für unser geplantes kreatives Schaffen ab Januar 2026.
Bis jetzt waren wir im Unterricht beobachtend dabei und sind mit den Schüler*innen wie Lehrkräften in Kontakt gekommen und schmieden Ideen, wie und wo wir mit einzelnen Projekten starten. Wir haben erste praktische Einheiten mit einzelnen Klassen gemacht, so z. B. angewandte Anatomie in der achten Jahrgangsstufe, wo wir mit den Schüler*innen das Herz körperlich und künstlerisch erfahrbar gemacht haben. 

Wir sehen viel Potential vom Unterrichtsalltag aus Brücken in die Kunst und erfahrbares Wissen zu schlagen und fühlen uns vom Kollegium sehr gut unterstützt sowie von den Schüler*innen neugierig und offen “beschnuppert”.

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