Im Mehrgenerationen-Kunst-Projekt „Zeiträume“ der Jugendkunstschule und dem Theater Freiburg nahmen 18 Kinder und SeniorInnen im Alter von 7 – 82 Jahren teil. Das Projekt beschäftigte sich mit dem Austausch der Generationen und mit der vielfältigen Interpretation von Zeit und Zeitgeschehen. Senioren und Kinder begaben sich zusammen auf eine mehrwöchige künstlerische Zeitreise, die von historischen und individuellen Ereignissen geprägt war.

Unter Anleitung der Künstlerinnen Katja Wüstehube und Katharina Gehrmann erschafften die Teilnehmer in gemeinsamer Arbeit eine begehbare Installation, in der Zeitnischen mit unterschiedlichsten Medien und verschiedenen künstlerischen Techniken eingerichtet wurden. Es entstand ein 75 Meter langes, begehbares Labyrinth mit künstlerisch gestalteten Räumen für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Die 7-jährige Lilli matschte aus Butterbrotpapier und Kleister faustgroße Warzen, die sie an die Wand des „Gegenwarzraumes“ pappte. Am Wunschbaum, der beim Eingang des Labyrinthes stand, konnte man die Wünsche an die Zeit lesen: „Mehr ungeplante Zeit“, „Das meine Oma nicht schdirbd“, „Ich wünsche mir Klück“, „Der Vergangenheit eine Zukunft“.

Und vom Thron in der Mitte des Labyrinths konnte man mit einem Fernglas einen Blick in die Zukunft werfen.

Das Labyrinth wurde anschließend in einer zweiwöchigen Ausstellung im Werkraum im Theater Freiburg der Öffentlichkeit vorgestellt. Begleitet wurde sie von Vorträgen über Labyrinthe und Zeit durch eine Labyrinthforscherin und Archäologin, einer Philosophin und von Lesungen eines Schauspielers. Es gab einige kostenlose Workshops für Kinder und ein „Café Zeitsprung“, in dem sich die Seniorinnen und Senioren, Kinder und Interessierte treffen und einen Blick auf die „Zeiträume im Labyrinth werfen konnten.